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Gasthaus Lendplatzl

Lendplatz 11, 8020 Graz

+43 (0)316 / 71 65 67

gasthaus@lendplatzl.at

 

    

Die Chronik des Hauses

 

Das Gasthaus befindet sich am Grazer Lendplatz. Der Platz war im Mittelalter eine Murvorstadt außerhalb der Stadtmauern. Die Handelsroute von Wien an die Adria bzw. nach Italien und Kärnten hat sich direkt am Lendplatz nach Süden und Westen gezweigt. Durch diese Kreuzungsvariante hatte sich der Lendplatz zu einem regen Handelsplatz entwickelt.

 

Unser Haus hat viel zu erzählen

 

Das Baujahr des Gebäudes kann zwar nicht genau eruiert werden. Pläne liegen seit 1613 im Grazer Stadtarchiv auf.

Das Haus diente bereits im Mittelalter als "Wirtschaft". Das Gebäude bestand zu dieser Zeit nur aus dem heutigen Thekenraum und einem 1. Stock und diente den Flößern als Versorgungsstelle.

 

Später entstand ein Nebengebäude, welches heute das Feststüberl, den Vorraum und das Stüberl umfasst. Es folgten das Magazin - das heutige Gewölbe - und die Pferdeställe - heute das Nischerl, das Büro, die Lagerräume und die Personalumkleiden.

Zu guter Letzt wurden noch der Innenhof und ein Holzschuppen errichtet, wo heute die gesamte Küche untergebracht ist.

 

Nach dieser Erweiterung war das Haus zusätzlich eine "Postkutschenstation". Die Einfahrt erkennt man noch durch das Steinportal. Die Kutschen parkten im Hof, der heutigen Küche, die Pferde wurden im jetzigen Büro versorgt und die Waren lagerten im Gewölbe.

 

Um 1865  wurde das Haus komplett ummantelt und aufgestockt und diente seither als Gasthof (Anton Pammers Einkehr-Gasthof "Zum goldenen Kreuz").

 

 

1904 wurde die mittlerweile historische Veranda dazugebaut, in der noch immer der ehemalige Eingang mit dem Steinportal bewundert werden kann.

 

1984 pachteten die Eltern von Ernst Klug das Gasthaus und legten den Grundstein für das heutige Lend-Platzl. Die Mutter von Ernst Klug hat in dieser Zeit einen einzigen Weinstock in den Gastgarten gesetzt. Dieser Weinstock ist heute eine große Weinlaube und Highlight des Gastgartens.

 

1991 haben Ernst und Thea Klug das Gasthaus als Pächter von der übrigen Familie übernommen. Zu dieser Zeit wurden 6 Mitarbeiter beschäftigt.

 

Ab 1999 wurde der gesamte Lendplatz umgebaut und so begann eine wirtschaftliche Krise für das Lend-Platzl, denn die Baustelle war rund um das Gebäude angesiedelt und dauerte über ein Jahr. Doch nach schwierigen Zeiten folgen zumeist gute Zeiten. Durch die Generalsanierung und Neugestaltung des Platzes kam wieder „Leben“ auf den Platz und somit wieder mehr Gäste. Das Personal wurde aufgestockt, die Personalstruktur komplett geändert und es wurden vermehrt motivierte Teilzeitkräfte beschäftigt.

 

Im Jahr 2000 kauften Thea und Ernst Klug das Gasthaus mit dem gesamten Gebäude. Seit dieser Zeit bemüht sich die Familie das Gebäude nicht nur zu renovieren, sondern auch zu revitalisieren.

Es wurde ein oststeirischer Baumeister und Restaurator gefunden, der es sich mit der Familie gemeinsam zur Aufgabe gemacht hat, die Atmosphäre des Hauses zu wahren.

Bei den Renovierungen wurde die alte Bausubstanz erhalten und sorgfältig im alten Stil saniert.

 

Begonnen wurde dieser Stil im Jahre 2006 mit der Umzäunung des Gastgartens, indem man vom wetteranfälligen Holz auf Stein umstieg. Die Umgestaltung des Außenbereichs war stets eine Herausforderung, da jegliche Veränderung von einer eigenen Altstadtkommission und dem Stadtbauamt besichtigt und genehmigt werden musste. Der Gastgarten ist das grüne Herzstück des Lend-Platzls. Ein riesiger Ahornbaum spendet natürlichen Schatten. Auch dieser Baum hat eine eigene Geschichte, da er dem Großumbau des Lendplatzes fast zum Opfer gefallen wäre.

Danach erfolgte die Revitalisierung des Thekenraumes, indem man das Kreuzgewölbe fast bis zur Gänze freilegte und die Grundsäule in den Mittelpunkt rückte.

 

Im Jahre 2011 erfolgte ein umfangreicher Umbau des Stüberls und des Gewölbes. Dieses Gewölbe war eine echte Herausforderung, da es von Hand gebürstet wurde, um die originalen Ziegel zum Vorschein kommen zu lassen. Ebenso war der Durchbruch zum Stüberl eine Überraschung von 80 cm Wandstärke und Granitsteinen.

 

Im Jahre 2014 - genau nach 100 Jahren - wagte sich die Familie Klug an die Revitalisierung der Holzveranda. Die Holzwände wurden im Original belassen und lediglich renoviert. Es wurde gedämmt, eine Fußbodenheizung installiert und die Licht- und Elektroinstallation modernisiert. Mit diesem Umbau wurde das Lend-Platzl zum rauchfreien Gasthaus und der Blick zum Schlossberg ist nun ungetrübt.